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26.02.2016, 21:13 Uhr
Ordensleben heute
 Ahaus. Rund 50 Teilnehmer an der Fahrt der Senioren Union im CDU-Stadtverband Ahaus ins Benediktinerkloster Gerleve hatten Gelegenheit aus berufenem Munde etwas über das Leben der Orden, speziell des Bendiktinerordens, in der heutigen Zeit zu erfahren. 
Altabt Pius Engelbert gab den Besuchern, nachdem sie sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, in einem ansprechenden Vortrag zunächst einem Einblicke in seine eigene Lebensgeschichte. Als Kölner trat er nach dem Abitur in die Abtei Gerleve ein, studierte und promovierte in Rom zum Doktor der Theologie und war dort von 1981 bis 1999 Professor für Kirchengeschichte vornehmlich des Mittelalters. 1999 wurde er als Nachfolger von Abt Clemens zum vierten Abt von Gerleve gewählt. Am 19. September 1999, dem 100. Jahrestag der Ankunft der Benediktiner in Gerleve wurde er geweiht. Nach Überschreitung der Altersgrenze von 70 Jahren trat Abt Pius von seinem Amt zurück, ging zunächst wieder nach Rom, kehrte aber bald wieder in sein Heimatkloster Gerleve zurück.

Mit diesem Rückblick auf sein Leben verband der Altabt eine knappe Darstellung der Entwicklung kirchlichen Lebens in den letzten 50 Jahren. Er bedauerte, dass sich die Zahl der Christen insgesamt rapide verringert habe, dass der Gottesdienst und andere religiöse Veranstaltungen immer weniger Besucher fänden und dass insbesondere christliche Lebengrundsätze immer weniger Beachtung fänden. Hoffnung machte ihm, dass in Asien ,in Indien und Korea neues kirchliches Leben entstände und auch neue Klöster gegründet würden.

Die Mönche des Benediktinerordens hätten sich zum Ziel gesetzt, entgegen diesem Trend an der Befolgung der Ordensregel des heiligen Benedikt, mit  ihrem Leitsatz „Bete und arbeite“ in einem von festen Gebets- und Arbeitszeiten im Wechsel durchwirkten Tagesablauf festzuhalten und in ihren Klöstern gemäß den sich gesetzten Schwerpunkten zu leben und auch nach außen zu wirken. Das Kloster Gerleve habe seine Schwerpunkte in der Liturgie, der Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung und wirke dabei auch mit Unterstützung des Bischofs von Münster in die Gesellschaft hinein.

Eine lebhafte Diskussion zu den angesprochenen Themen schloss sich an, in der Altabt Pius die Fragen seiner Zuhörer geduldig beantwortete.

Der Besuch der Vesper schloss sich an, bevor die Fahrt zurück nach Ahaus angetreten wurde.