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02.02.2017, 16:54 Uhr | HT
Wüllener Projekte vorantreiben
Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbands Wüllen
Der Vorsitzende Dr. Heiner Hollekamp begrüßte alle anwesenden Gäste aus der Politik, den Vereinen und Verbänden, sowie die eigenen Mitglieder mit den besten Wünschen für das Jahr 2017. Neben der Bürgermeisterin Karola Voss waren auch die CDU-Landtagskandidatin Heike Wermer und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Michael Räckers zu Gast und hatten unterschiedlichste sowie interessante Themen mitgebracht.
Der Wüllener Ortsvorstand mit den Jubilaren Anne Grewing (4.v.l.) und Heinrich Laing (6.v.l.)
Wüllen - Karola Voss betonte die Wichtigkeit der funktionierenden Ortsteile für die Gesamtstadt Ahaus. Sie dankte besonders den vielen innovativen Unternehmern, die die Stadt lebendig halten. Arbeitsplätze sorgen für Wohlstand und auch solide Stadtfinanzen. Diese tragen dazu bei, dass das Leben in Ahaus für die Menschen attraktiv gestaltet werden kann. Karola Voss überbrachte an die Wüllener zudem eine einladende Nachricht: Das Kulturquadrat mit der neuen Stadthalle ist für alle Ortsteile gedacht und funktioniert nur, wenn sie von allen Ahausern als eine solche Bürgerhalle angenommen, unterstützt und genutzt wird.
Die CDU-Kandidatin für die Landtagswahlen am 14. Mai, Heike Wermer, nutzte die Gelegenheit nochmal auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. Die internationalen Unruhen, wie der Brexit oder die vergangenen US-Wahlen sorgen sie dabei gleichermaßen, wie der wachsende Rechtspopulismus und die gefühlte Terrorgefahr im Inland. Der Rechtsstaat stößt bei der Terrorbekämpfung für sie nicht an seine Grenzen, sondern muss von den verantwortlichen Politikern vernünftig geführt werden kritisierte sie Landesinnenminister Jäger scharf. Gemeinsam, im Dialog und mit der Unterstützung der Menschen im Kreis, möchte sie dem starken Kreis Borken in NRW, im Landtag, eine starke Stimme geben und für die ländlichen Interessen einstehen. Die Hemmung der Wirtschaft, durch die Gängelung von rot-grünem Bürokratiewahn muss beendet werden und Innovationssubventionen in den Mittelstand, in das Münsterland gelenkt werden.
Nach Heike Wermer nutzte auch der dritte Gast, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Dr. Michael Räckers, die Möglichkeit ein paar wichtige Themen für Ahaus aufzugreifen. Angesichts der aktuellen Haushaltsberatungen sind die für 2017 vorgesehenen Investitionen in Höhe von etwa 25 Mio. EUR  ein wichtiges Thema. Die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehr, deren Mitglieder auch bei dem Neujahrsempfang zahlreich erschienen sind, wurde deutlich herausgestellt. Die Brandschutzbedarfsplanungen der Stadt sind fest an das Engagement der freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen gebunden. Auch der Schulstandort Ahaus ist Thema. In Ahaus gilt und bleibt der Anspruch möglichst kurzer Schulwege für die eigenen Kinder ein zentraler Eckpfeiler der Politik. Auch die von der Landesregierung über das Knie gebrochene Inklusion in der übereilten und ungeordneten Umsetzung kritisierte Räckers, sei sie doch in der jetzigen Form in keiner Weise zum Wohle der betroffenen Kinder. Der Erhalt der noch bestehenden Förderschulen ist Ziel und zwingend notwendig um behinderten Kindern eine angemessene Schulausbildung zu gewährleisten.
Den Grußworten und Themenbeiträgen folgend, wurden die Jubilare der CDU-Wüllen geehrt. Frau Anne Greving wurde von Aloys Schmeing zur 25-jährigen CDU-Mitgliedschaft beglückwünscht. Mit stolzen 96 Jahren ließ es Frau Greving sich nicht nehmen, persönlich zu erscheinen und die Glückwünsche samt Urkunde und Anstecknadel entgegen zu nehmen.
Für ganze 50 Jahre Mitgliedschaft wurde der Ehrenvorsitzende Heinrich Laing geehrt. Heinrich Laing war für die CDU lange Jahre im Stadtrat engagiert und hat sich auch als Ortsvorsteher immer für die Belange der Wüllener Bevölkerung eingesetzt. In ein paar kurzen Grußworten erinnerte er an seine politischen Anfänge und brachte seine Freude über die Ehrung zum Ausdruck.

Planungen für 2017
Dr. Heiner Hollekamp sprach die wesentlichen Themen für 2017 an. Die CDU Wüllen befindet sich mit den jungen Ratsvertretern und einem bunt gemischten Vorstand für die Zukunft auf einem guten Weg. Die weitere Verjüngung der gesamten Mitgliederstruktur und die Gewinnung interessierter Menschen für politisches Engagement in Parteien bleibt jedoch eine ständige Aufgabe.
Schon in naher Zukunft sollen Gedanken für ein Dorfinnenentwicklungskonzept als Weiterführung des 2009 beschlossenen Dorfentwicklungskonzepts mit der Verwaltung ausgetauscht werden.
Ebenso steht die Turnhalle in Wüllen weit oben auf der Agenda der CDU. Aufgabe der Politik ist es, der Verwaltung weiterhin auf den Füßen zu stehen und für Fortschritte zu sorgen.
Bewegung kommt in die Versorgung der Außenbereiche mit schnellem Breitbandinternet. Bei weit über 80% der Haushalte in den Bauerschaften besteht großes Interesse an der Verlegung von Glasfaseranschlüssen. Ein Zeichen, dass wir im Münsterland die Digitalisierung nicht verschlafen wollen und neue Möglichkeiten auch nutzen möchten.
Intensiv wurden die Planungen für das Feuerwehrgerätehaus, das in Wüllen kurzfristig benötigt wird, diskutiert. Der von CDU und FDP beantragte Sperrvermerk im Haushalt für die aktuell eingestellten Mittel im Kontext der Feuerwehr wurde von den CDU-Ratsmitgliedern Stefan Büning und Johannes Terhaar erläutert. „Der Sperrvermerk dient lediglich als Druckmittel, die Stadt Ahaus endlich zur mittelfristigen Planung der Investitionen für die Feuerwehr zu bewegen, nach der schon seit April 2016 regelmäßig im Rat verlangt wird.“ so Johannes Terhaar. Der Sperrvermerk bringt dabei keineswegs die bereits laufenden Grundstücksverhandlungen der Stadt in Wüllen oder die Standortsuche für die Feuerwache Nord zum Stoppen und soll nach der Vorlage von Plandaten wieder freigegeben werden. Eine Verzögerung der Bauvorhabens ist dabei weder die Absicht der CDU noch ist sie zu befürchten.
Der dem alten Feuerwehrgerätehaus direkt benachbarte Musikverein Wüllen erfreut sich, auch dank der guten Lage direkt neben der Grundschule steigender Schülerzahlen. Diese kulturelle Bereicherung des Dorfes bringt auch einen steigenden Platzbedarf für Übungsräume und Proberäume mit sich. Die CDU Wüllen möchte sich für den Musikverein einsetzen und prüfen lassen, ob eine Nutzung des bald freiwerdenden Feuerwehrgerätehauses möglich ist.
Auch Hochwasserschutz wird zum Thema. Mit Unterstützung durch Fördergelder plant die Stadt, besonders die südlichen Abschnitte der Ahauser-Aa in Quantwick und Oberortwick großen Veränderungen zu unterziehen. Durch große Erdbewegungen sollen weite Retentionsräume für den Hochwasser-Fall geschaffen werden. Die bisherigen Planungen betreffen viele Landwirte und Anlieger als Grundstücksbesitzer direkt. Seitens dieser Anlieger wurde die Möglichkeit genutzt, der Bürgermeisterin Karola Voss mitzugeben, dass das Projekt nur unter enger Einbeziehung der Anlieger gestaltet werden könne.
„In Wüllen soll viel bewegt werden“, resümierte der Vorsitzende Dr. Heiner Hollekamp die lebhaften Gespräche. Die Einladung aller Bürger zu den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen der CDU Wüllen, sowie zur politischen Mitarbeit ist der Abschluss eines gelungenen Neujahrsempfangs.
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