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04.10.2006, 09:24 Uhr
Herausforderung der Globalisierung annehmen
Johannes Röring MdB besuchte Rheder Metallspritzunternehmen Assmann und sprach mit Unternehmern über Globalisierung
Foto 1: v.l.n.r. : Doris Assmann, Hendrik Wüst MdL, Johannes Röring MdB, Christel Wegmann, Helmut Assmann
Rhede - „Es ist immer wieder verblüffend für mich, welch innovative Technik du Produkte sich hinter den Werkstoren der Unternehmen im Kreis Borken verbergen“, drückte Johannes Röring MdB sein Bewundern für die Verfahren der Firma Assmann in Rhede schon zu Beginn seines Vortrages aus.

Der Vredener Bundestagsabgeordnete war einer Einladung der CDU – Rhede und des Firmeneigentümers Helmut Assmann gefolgt, sich den Metallspritztechnik – Betrieb einmal persönlich anzuschauen und mit Unternehmern aus Rhede über die Globalisierung und die soziale Marktwirtschaft zu diskutieren.

Leider habe das Thema Globalisierung mit der Insolvenz von BenQ – Mobile und dem betroffenen Standort in Bocholt gerade eine traurige Aktualität, leitete die CDU – Stadtverbandsvorsitzende Christel Wegmann in die Veranstaltung ein. Auch Johannes Röring bedauerte die Entscheidung des taiwanesischen Mutterkonzerns BenQ sich aus der Handy – Produktion in Deutschland zurückzuziehen.

„Das ist eine schlimme Entwicklung für Bocholt und eine Katastrophe für Kamp – Lintfort“ so Röring. Man müssen jetzt alles daran setzen eine praktikable und dauerhafte Lösung für die Mitarbeiter von BenQ - Mobile zu finden.

„Wenn ich dabei helfen kann, bin ich dazu gerne bereit“, so Röring weiter. Aber man dürfe nun auch nicht die Globalisierung verteufeln oder dem weltweiten Wettbewerb abschwören: „Deutschland lebt von offenen Grenzen und Märkten und auch gerade die Betriebe im Kreis Borken, die innovativ sind und gut ausgebildete Fachkräfte beschäftigen, brauchen den internationalen Wettbewerb, bekräftigte Röring.

Allerdings müsse man auch auf internationaler Ebene noch stärker die Verbesserung der „Spielregeln“ einfordern. „Es kann nicht sein, dass beispielsweise in China Kinder als Arbeiter ausgebeutet, kaum Umweltstandards eingehalten und ohne jede Scheu geistiges Eigentum anderer gestohlen werde“, erklärte Röring.

Neben den ausländischen Unternehmen sieht Röring aber auch Deutschland selber in der Verantwortung: „Wir müssen die Herausforderung der Globalisierung annehmen, unsere Kinder besser ausbilden und uns auf unsere Stärken beispielsweise im Mittelstand besinnen“, so Röring.

Nach seinem Vortrag diskutierte Johannes Röring ausgiebig mit den vier Rheder Unternehmern Alfons Kalkhofen, Uwe Niemann, Paul Heuer und Ulrich Brake, die jeweils ihren Betrieb vorstellten und ihre konkreten Anliegen an den Bundestagsabgeordneten weitergaben.