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05.12.2006, 08:42 Uhr
„Qualifizierung durch Studium an der FH Bocholt für den Kreis Borken unverzichtbar
Johannes Röring MdB besucht die Bocholter Fachhochschule
Bocholt - Zu einem ersten offiziellen Besuch bei der Abteilung Bocholt der Fachhochschule Gelsenkirchen kam kürzlich der heimische CDU – Bundestagsabgeordnete Johan-nes Röring an den dortigen FH-Standort.

Empfangen wurde er vor Ort vom Prorektor für Forschung und Entwicklung der FH Gelsenkirchen Prof. Gerd Bittner und seinen Bocholter Kollegen Prof. Dr. Thomas Siebe, Prof. Dr. Gerhard Juen und Prof. Dr. Stephan Klöcker.

Diese stellten dann ihren Fachbereich sowie interessante laufende Projekte vor. „Mit rund 1400 Stundenten und 40 Professoren braucht sich die Fachhochschule besonders im Bereich der Betreuung der Studierenden durch die Professoren nicht zu verstecken“, erklärte Prof. Bittner zu Beginn der Veranstaltung.

Ähnlich argumentierte auch der Wirtschaftsprofessor Thomas Siebe: „Die Arbeitsbedingungen an der FH Bocholt sind fantastisch, wir arbeiten in Kleingrup-pen, sodass es den Studenten auch schon mal passieren kann, dass sie auf dem Flur mit Namen angesprochen werden“.

Zudem lobte er die internationale Ausrichtung der Fachhochschule und den stringenten Praxisbezug. Auch Prof Dr. Juen aus dem Fachbereich Elektrotechnik wies in seinem Vortrag auf die praktischen Produkte und Kooperationen hin, die aus der FH bereits entstanden sind.

So sei etwa ein intelligenter Zaun, Präzisionsantennen oder verschiedene Produkte im Bereich „mobile Computing“ zusammen mit Firmen geplant und realisiert worden.

Neben dem Gespräch mit den Professoren traf Johannes Röring aber auch mit einigen Vertretern der Studierenden zusammen. Hier interessierte sich der Wahlkreisabgeordnete besonders für die Probleme der Studierenden und versprach Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Anliegen und Anregungen.

Diese zeigten sich im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit der FH und waren sich einig, trotz teilweiser „zwangsweiser“ Zuweisung durch die ZVS, an einem sehr guten Studienort gelandet zu sein, den sie nun freiwillig gerne wieder wählen würden. Jedoch gaben sie zu bedenken, dass der Wohnungsmarkt in Bocholt recht teuer, die Parkplatzsituation an der FH noch verbesserungsbedürftig und ein einheitliches ÖPNV – Ticket für die Studierenden wünschenswert sei.

„Diese Wünsche sind legitim und nachvollziehbar“ kommentierte Röring die Anregungen. Zwar könne er eine Lösung in absehbarer Zeit nicht versprechen, er werde diese Themen aber in die Gespräche mit den Landespolitikern und der Bocholter Verwaltung mitnehmen und sehen, was sich erreichen lasse.

„Diese Fachhochschule hier im Kreis Borken zu haben und damit den jungen Menschen die Möglichkeit zur Qualifizierung in einem hochspezialisierten Berufsfeld zu ermöglichen, ist für unsere Region unverzichtbar“, erklärte Röring.

So habe das kürzlich veröffentlichte Regionalranking der „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“ (INSM) gezeigt, dass der Kreis Borken mit einer Gesamtplatzierung auf dem 20. Platz, landesweit zwar konkurrenzfähig sei, aber gerade der Anteil hochqualifizierter Jobs vor Ort doch eher unterdurchschnittlich ist, interpretierte der CDU – Parlamentarier die Ergebnisse des Rankings.

„Hier vor Ort bietet die FH Bocholt eine sehr gute Ausbildung in unmittelbarer Heimatnähe an. Das kann ich nur unterstützen“, so Röring. Dieser sagte zudem zu, künftig einen stetigen und konstruktiven Dialog mit der Abteilung Bocholt der FH Gelschenkirchen führen zu wollen, da er für eine stärkere Wahrnehmung des FH- Standortes in der Region werben möchte, um besonders auch im nördlichen Teil des Münsterlandes, vermehrt Studenten und Unternehmen für Bocholt als Wissenschaftsstandort zu inte-ressieren.