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19.04.2007, 11:08 Uhr
„Europäische Erfolgsgeschichte fortschreiben“
Bundestagsabgeordneter Röring und Europaparlamentarier Pieper äußern sich zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge anlässlich der Veranstaltung "EU-Förderung 2007 - 2013" in Borken
Johannes Röring MdB (Vreden) und Dr. Markus Pieper MdEP (Lotte)
Borken/Münsterland - Der Bundestagsabgeordnete Johannes Röring und der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper sind sich einig: „Die Europäische Union ist eine Erfolgsgeschichte, die es fortzuschreiben gilt und die dem Münsterland eine positive Entwicklung gibt“, so die beiden Parlamentarier am Rande einer Veranstaltung zum Thema "EU-Förderung 2007 - 2013" gestern in Borken.

"Europa war über Jahrhunderte eine Idee, eine Hoffnung auf Frieden und Verständi¬gung. Diese Hoffnung hat sich erfüllt", ist in der Berliner Erklärung zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge zu lesen. Darauf dürfe Europa stolz sein, meint Markus Pieper.

„Weltweit einzigartige Erfolgsprojekte sind vor allem der Binnenmarkt und die Währungsunion. Europa soll auch in Zukunft diese weltweite Vorreiterrolle übernehmen. Dafür müssen wir jetzt die Chance ergreifen“, so Pieper weiter.

Dem stimmt der Bundestagsabgeordnete Johannes Röring ausdrücklich zu: „Die Bemühungen von Angela Merkel, die Europäische Union in den kommenden Jahren doch noch auf eine neue vertragliche Grundlage zu stellen, die auch in einer Verfassung bestehen kann, ist eine nicht zu unterschätzende Leistung der Bundeskanzlerin.“

Beide sind auch der Auffassung, dass das Münsterland von Europa stark profitiert. „So konnte in den vergangenen 20 Jahren der Export aus der Region um 400 % wachsen, der Großteil der Waren geht in das europäische Ausland“, erläutert Pieper. Und auch Röring ist sich sicher: „Ohne den Brüsseler Ordnungsrahmen hätte das Münsterland den Strukturwandel von der Textil- und Bekleidungsindustrie zu einer leistungsstarken mittelständischen Wirtschaft wohl kaum geschafft.“

Auch in Zukunft kann sich das Münsterland über europäische Unterstützung freuen. Die Abgeordneten begrüßen die Fortführung der grenzüberschreitenden EU-Förderpolitik an der deutsch-niederländischen Grenze. Gerade an diesen Nahtstellen gelte es, Europa ein Gesicht zu geben. „Wir dürfen Europa nicht immer als bürokratisches Monster sehen, sondern müssen die Vorteile und Synergien des Wirtschaftsraumes mehr betonen“, meint Johannes Röring.

Das Münsterland könne in den nächsten Jahren erstmals von der EU-Förderung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit profitieren, da NRW mit den EU-Geldern landesweit die Erfolg versprechenden Projekte unterstütze, ergänzt Pieper.

Beide Parlamentarier vereinbarten, sich auch künftig regelmäßig über mögliche Chancen des Münsterlandes in Europa auszutauschen.