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09.09.2005, 23:17 Uhr
Zukunft der Landwirtschaft und ländlichen Raumes nach den Bundestagswahlen - Landwirte treffen sich mit Referenten der EU-, Bundes- und Landesebene
Auf Einladung des AGRAR-Ausschusses der CDU im Kreis Borken sprachen der CDU-Bundestagskandidat Johannes Röring (Vreden), der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper (Lotte) und der Landtagsabgeordnete Bernhard Schemmer (Reken) in der Gaststätte Enning in Borken-Weseke vor zahlreichen Gästen zum Thema „Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes nach den Bundestagswahlen“.
„Die überfrachtete Bürokratie muss abgebaut werden!“ Das war die einhellige Meinung bei Referenten und Gästen, unter Ihnen auch die ehemalige Europaabgeordnete Hedwig Keppelhoff-Wiechert aus Velen.







Dr. Markus Pieper MdEP machte deutlich, dass die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen so gestaltet werden sollten, dass Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf die Gegebenheiten vor Ort haben, auch vor Ort getroffen werden müssen. „Darüber hinaus müssen Die EU-Zahlungen bis 2013 verlässlich sein, damit so auch eine gewisse Planungssicherheit für die Betroffenen vor Ort in Land und Bund gegeben ist“, so Dr. Pieper.



Johannes Röring, Bundestagskandidat der CDU, weiß als Landwirt wovon er spricht und den Berufskollegen der Schuh drückt. „“Wir müssen den Menschen mehr zutrauen“, stimmt er dem Europageordneten Dr. Pieper zu, „wichtig ist, dass mit den Landwirten und nicht gegen sie gearbeitet wird. Deutschland braucht die Landwirtschaft“, so Röring weiter Bernhard Schemmer MdL stellte konkrete Denkansätze und Vorhaben im Bezug auf die Landwirtschaft vor, die schon in der Umsetzung durch die neue nordrhein-westfälische Landesregierung sind.







In der anschließenden Diskussionsrunde folgten seitens der Gäste durchaus kritische Fragen, beispielsweise über die Art und Weise sowie den zeitlichen Rahmen der Umsetzung einiger Vorhaben durch die Landesregierung. „Gute Ansätze zur Entbürokratisierung der Agrar- und Umweltverwaltung laufen an“, erläuterte Bernhard Schemmer im Blick auf die Sorgen der Landwirte, durch immer mehr Vorschriften, Gesetze und Verordnungen geknebelt zu werden.







„Sind diese Organisationen noch zeitgemäß, wenn ja, in welcher Größe benötigen wir sie noch“, war die Sorge eines Landwirts. Von einem Gast wurde, dass Bestehen der Biologischen Stationen sehr kritisch angemerkt. „Dort fließen viele Millionen Euro und unsere Schulen in der gleichen Region dümpeln dahin! Für diesen Verein und sein Bildungsangebot wird viel Geld gebunden, das uns in der Jugendarbeit fehlt.“ In seinem Schlusswort zog der Vorsitzende Agrarausschusses, Werner Winters, ein positives Fazit, „Wir haben über gute und praktikable Denkansätze diskutiert, die in der Zukunft intensiv und im Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern weitergedacht werden sollten.“