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01.06.2006, 08:59 Uhr
Johannes Röring MdB: „Massenhaftes Töten gesunder Tiere muss beendet werden“
Angesichts der Tötung und Entsorgung von über 100.000 gesunden Schweinen im Zuge der Bekämpfungsmaßnahmen zur Eindämmung der Schweinepest im westlichen Münsterland fordert der Vredener CDU- Bundestagsabgeordnete Johannes Röring eine grundlegende Reform der Seuchenpolitik in der Europäischen Union.
Johannes Röring, Bundestagsabgeordneter aus Vreden
Berlin/Kreis Borken - „Nur durch die Einführung der Impfung als integralem Bestandteil einer neuen Seuchenbekämpfungsstrategie ist die gesellschaftliche Akzeptanz für den Kampf gegen Tierseuchen langfristig zu sichern.

"Die massenhafte Tötung gesunder Tiere muss der Vergangenheit angehören“, so Johannes Röring MdB.

Nachdem es seit Anfang März in den Kreisen Recklinghausen und Borken wiederholt zu Ausbrüchen der klassischen Schweinepest gekommen war, hatte die Europäische Kommission die vorsorgliche Tötung und Entsorgung von über 100.000 Tieren in den Sperrbezirken angeordnet, um eine Ausbreitung des Seuchengeschehens mit potentiell verheerenden Schäden für die im nordwestdeutschen Raum konzentrierte Schweineproduktion zu verhindern.

„Insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile zuverlässige Methoden zur Unterscheidung zwischen erkrankten und geimpften Tieren zur Verfügung stehen, ist die derzeitige Situation besonders enttäuschend. Mit Hilfe dieser Methoden kann garantiert werden, dass kein Fleisch von erkrankten Tieren in den Handel kommt.

Bereits mehrfach hat die EU-Kommission zugesagt, sich für eine internationale Vermarktungsfähigkeit von Fleisch geimpfter Tiere einzusetzen. Die EU-Kommission muss ihren Ankündigungen endlich Taten folgen lassen und sich für einen Wandel in der Seuchenpolitik stark machen, “ forderte Johannes Röring MdB.

Darüber hinaus sollte die Bundesregierung die Europäische Kommission auffordern, Vorschläge für eine zeitgemäße Seuchenpolitik vorzulegen.