19.04.2019

Besichtigung bei dem Mittelständler MEM in Ottenstein

Auf den Spuren Ahauser Unternehmen, hier der Familienbetrieb MEM Maschinenbau

Auf den Spuren von Ahauser Unternehmen

Auch in diesem Jahr besichtigte die Frauen Union Ahaus ein Unternehmen aus dem Ahauser Raum. Ziel war diesmal in Ottenstein das Maschinenbauunternehmen MEM, Im Garbrock 7, ein mittelständisches Familienunternehmen. Herzlich begrüßt wurden die Frauen von dem Geschäftsführer Hans-Jürgen Marx und seiner Ehefrau Ruth, aber auch die Seniorchefin Frau Marx ließ es sich nicht nehmen, dem Treffen beizuwohnen.

Zunächst informierte Herr Marx anhand einer Präsentation über die Firmengeschichte und gab Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens. Gegründet wurde es mit vier Mitarbeitern im Jahr 1984 und stellte anfangs u.a. Walzenkerne für die Druckindustrie her. Schon 1991 konnte der Neubau an heutiger Stelle bezogen werden. Sieben Jahre später, 1998, steigt Hans-Jürgen Marx in das väterliche Unternehmen mit ein. Nach einigen Betriebsvergrößerungen hat sich auch im Laufe der Zeit die Produktpalette erweitert und neben Präzisionsteilen werden heute ganze Maschinen und Anlagen gebaut, desweiteren nimmt die Gestaltung mit Edelstahl und Metall sowie die Messtechnik einen großen Platz ein. So konnte im Jahr 2009 mit über 70 Mitarbeitern das 25-jährige Bestehen gefeiert werden.

Beim anschließenden Rundgang durch die verschiedenen Hallen waren die Frauen beeindruckt von den zum Teil riesigen Maschinen, die zum Fräsen und Drehen, Sägen oder Schweißen des Werkstoffes benötigt werden. Durch geschickte Anordnung der unterschiedlichen Maschinen können die Mitarbeiter mehrere Maschinen gleichzeitig bedienen und somit Aufträge zügiger abgearbeitet werden. Seit 2016 hat MEM die Teamarbeit mittels Shopfloor eingeführt, das heißt, dass ein Teamleiter mit seinem Team jeden Morgen die anstehenden Arbeiten für den Tag bespricht und auch die Verantwortung für die Erledigung hat. Dies System hat sich nicht nur für das Unternehmen bewährt sondern auch für das Betriebsklima. Zum Betriebsklima bzw. zum Aspekt Familienunternehmen wusste Herr Marx zu berichten, dass bei dringenden Auftragserledigungen und Sonderschichten an den Wochenenden die Marx-Frauen, nämlich die Seniorchefin seine Mutter und seine Ehefrau gemeinsam mit den Mitarbeitern frühstücken. Doch auch ein familiengeführtes Unternehmen steht unter Konkurrenzdruck. Es werden immer wieder größere CNC Fräsmaschinen angeschafft, um noch effektiver und innovativer zu arbeiten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bei der abschließenden Gesprächsrunde wurde nach dem Ausbildungsnachwuchs gefragt, ob auch MEM, wie viele hiesige Unternehmen, Probleme mit der Besetzung von Ausbildungsstellen hat. Hierzu konnte Frau Ruth Marx den Frauen von ihrem Engagement bei verschiedenen Projekten, wie z.B. „Wirtschaft und Schule in Ahaus“ berichten. Bei der „Nacht der Ausbildung“, organisiert vom Ahaus e.V., habe auch ihr Betrieb zum zweiten Mal mitgemacht. Auf diese Art können sich Jugendliche aber auch ihre Eltern in den Betrieben direkt ein Bild vor Ort machen. Wichtig sei es, so Frau Marx, dass die Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf schaffen. Nach einigen weiteren Fragen, die zufriedenstellend beantwortet wurden, bedankte sich die Vorsitzende der Frauen Union, Frau Woltering, ganz herzlich für den informativen Nachmittag und wünschte der Familie Marx weiterhin eine erfolgreiche Zukunft.

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