Museum über das jüdische Leben in Ahaus

Antrag der CDU-Fraktion/Frauen Union Ahaus im Kulturausschuss

Für den Kulturausschuss am 16. November stellt die Frauen Union Ahaus mit der CDU-Fraktion den Antrag, in unserer Stadt ein Museum über das jüdische Leben in Ahaus einzurichten. Als Räumlichkeit können wir uns die derzeit nicht genutzte, obere Etage des Gebäudes "Oldenkottplatz 2" sehr gut vorstellen.

 

Lesen Sie im Folgenden unseren Antrag

Museum über das jüdische Leben in Ahaus

Sehr geehrte Frau Schulte, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Voß,

wir möchten sie bitten, das Thema

Museum über das jüdische Leben in Ahaus

auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Ehrenamt zu setzen.

Beschlussvorschlag

Die Stadtverwaltung Ahaus wird beauftragt ein Konzept für die Einrichtung eines Museums über das jüdische Leben in Ahaus zu erarbeiten und im Ausschuss für Kultur und Ehrenamt zur weiteren Beratung vorzulegen. Als Ort für ein solches Museum sollen die derzeit nicht genutzten Räume in der oberen Etage des Gebäudes „Oldenkottplatz 2“ genutzt werden.

Sachverhaltsdarstellung

Das über 100 Jahre alte, denkmalgeschützte Gebäude „Oldenkottplatz 2“ wird seit geraumer Zeit im Erdgeschoss durch die Ahaus Marketing & Touristik GmbH (AMT) genutzt.

Die Räume in der oberen Etage sind derzeit nicht in Nutzung, eine konkrete, dauerhafte Nutzungsperspektive ist bislang nicht bekannt. Die Frauen Union Ahaus schlägt in diesen Räumen die Einrichtung eines Museums über das jüdische Leben in der Stadt Ahaus vor.

Für die Einrichtung eines Museums dieses Themas an diesem Standort sprechen aus unserer Sicht folgende Argumente:

- Erweiterung des kulturellen Angebotes im Kernstadtbereich. Ein Museum an diesem Standort würde die bereits bestehenden Gedenkstätten (z. B. Gedenktafeln für die Synagoge, die verlegten Stolpersteine, Anne-Frank-Kastanie, jüdischer Friedhof) in sinnvoller Art und Weise ergänzen. Kurze Wege zu den einzelnen Punkten sind für die interessierten Besucher:innen vorteilhaft und steigern die Attraktivität eines solchen Museums.

- Torhausmuseum und Schulmuseum befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft, die Museen können so gegenseitig voneinander profitieren. Ebenso befinden sich ausreichend Parkplätze im Bereich der Innenstadt.

- Das Gebäude ist durch die AMT GmbH erster Anlaufpunkt für viele Touristen und Gäste, die unmittelbar dann auch das Museum besuchen können.

- Die vorhandenen Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten bieten sehr vielfältige Möglichkeiten zum anschließenden Verweilen und Flanieren durch unsere schöne Innenstadt. Daraus kann eine Stärkung der lokalen Wirtschaft erfolgen.

Die Wahl dieses Standortes trägt der Wichtigkeit der Erinnerung an das heutige und an das vergangene jüdische Leben in Ahaus gebührend Rechnung. Sie zeigt deutlich, dass religiöse Vielfalt und auch das jüdische Leben Bestandteil des täglichen Lebens sind, und zwar zentral in der Mitte unserer Gesellschaft. Das Museum könnte auch Sonderausstellungen zu besonderen Themen bieten (Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, religiöse Vielfalt etc.) und so auf Ereignisse und Umstände des Tagesgeschehens bieten.

Zusammen mit unserer Partnerstadt Haaksbergen, dem Arbeitskreis der Anne-Frank-Realschule, dem Heimatverein und weiteren Akteuren wünschen wir uns, dass das Museum für Ahaus und seine Gäste und Besucher entstehen und zu einer echten Bereicherung unserer Innenstadt werden wird.

Im Rahmen der weiteren Planung sollten insb. in Rücksprache mit dem zuständigen Ministerium für Heimat, Kommunale, Bau und Gleichstellung mögliche Zuschüsse für die Errichtung eines solchen Museums geprüft werden.

Durch die anstehenden Kernsanierungen ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für die Konzeption und Einrichtung dieses Museums.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Woltering                                           Dr. Michael Räckers
Vorsitzende FU Ahaus                                 Vorsitzender CDU-Fraktion